Welchen Einfluss die Wahrnehmung der Wirklichkeit auf deine Ernährung hat und wie du sie veränderst

Hast du die Übung zu deinen Widerständen von der letzten Woche schon gemacht?

Deine Widerstände aufgeschrieben und ins Gegenteil verkehrt?
Wenn nicht, dann lege ich dir ans Herz, die Übung aus meinem letzten Blogartikel zu machen.

Wenn du das schon gemacht hast, dann darfst du jetzt auch weiterlesen 🙂

Welchen Einfluss die Wahrnehmung der Wirklichkeit auf unsere Ernährung hat, habe ich vor einer Weile am eigenen Leib erfahren dürfen:

Da war ich gerade dabei meine Ernährung umzustellen auf vegan, als ich zu einem Brunch eingeladen war, bei dem jeder etwas mitbrachte. Bei diesem Brunch gab es unterschiedliche Brotaufstriche und Salate. Unter anderem – und das liebte ich sehr – gab es dort einen hervorragenden Eiersalat.

Diesen aß ich mit gespaltenem Gefühl. Einerseits wollte ich ja keine Eier mehr essen, andererseits schmeckte dieser Eiersalat einfach herrlich. Erst später erfuhr ich, dass dieser Eiersalat in Wirklichkeit gar keine Eiersalat war.

Es war ein veganes Rezept, hergestellt mit Nudeln und einem spezielle schwefelhaltigen Steinsalz (Kala Narmak), welches dem Ganzen den Geschmack nach Eiern nur verlieh.

Sapperlott!

So hat mich meine Wahrnehmung also hereingelegt!

Wenn ich heute über diese angebliche „Täuschung“ nachdenke, dann fällt mir automatisch immer ein, wie ich Strecken und Wege, die ich zu Fuß zurücklegen musste, früher immer unglaublich lang fand.

Gerade gestern, ich hatte mal wieder kein Auto zur Verfügung, da mein Mann damit den Tag über zur Arbeit gefahren war, machte ich mich zu Fuß mit meinem Sohn in den Ortskern auf.

Es machte so viel Freude, diesen Weg zu gehen, den ich nun schon häufiger in den letzten Wochen mit dem Kinderwagen gegangen war, dass ich regelrecht eine tiefe Dankbarkeit in meinem Herzen verspürte, diese Strecke nicht mit dem Auto gefahren zu sein.

 

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Am Wegesrand waren wunderschöne Blumen, der See lag still und friedlich zu unserer Rechten und linker Hand auf den Wiesen weideten die Pferde. Ich genoss die Strecke sehr und freute mich auch, dass ich seit der Geburt von Peer immer einen Fotoapparat in der Handtasche trug.

Dieser kam auch reichhaltig zum Einsatz und eines der Bilder möchte ich euch auch nicht vorenthalten (siehe oben).

Mit meinem Sohn zusammen staunte ich über die Natur und ihre Phänomene. Sah sie noch einmal mit den Augen eines Kindes, hörte die Vögel und das Wasserplätschern noch einmal mit seinen Ohren und roch den kühlen Duft der Blätter und des frischen Grüns noch einmal wie beim ersten Mal.

Es fügte sich alles herrlich zusammen. Die Zeit verging wie im Flug. Noch vor einem Jahr hättest du mich mit diesem Spaziergang nicht hinterm Ofen hervorholen können. Meine Wahrnehmung der Wirklichkeit hat sich durch die Umstände jedoch vollständig verändert und ein langer Weg wurde zu einer kurzen Strecke.

Vermutlich fällt auch dir in deiner Lebensgeschichte ein solches Beispiel ein, wo sich deine Wahrnehmung der Wirklichkeit so verändert hat, dass zu dich heute fragst, wie es zu der ursprünglichen Wahrnehmung überhaupt kommen konnte?!

 

Wahrnehmung existiert nicht unabhängig von Erfahrung

Jeden Tag darf ich beobachten, wie auch unser Sohn die Wirklichkeit wahrnimmt. Ist seine Grießbreischale schon halb leer, so stellt sich langsam Unmut bei ihm ein, denn der Brei schmeckt ihm so sehr, dass er vermutlich – würden wir keine Grenze setzen – bis zum Erbrechen essen würde… :-O

Optimist or PessimistWas seine Trinkflasche betrifft, so darf diese gerne halb leer sein, für ihn ist sie dann immer noch halb voll!
Tja, die Sache mit dem halbvollen oder halbleeren Glas halt…

Und als ich ihm vor Kurzem seine Brothäppchen in längliche Scheiben schnitt, verschmähte er diese, weil er dachte, es handele sich um den trockeneren Brotkanten, den er auch schon ab und an mal mitgegessen hatte.

„Tu‘, was du liebst!
Wenn du nicht tun kannst, was du liebst,
dann liebe, was du tust!
Und dann tust du ja das, was du liebst!“
Willy Meurer

Wenn dich eine Situation stört, du sie aber nicht ändern kannst, so bleiben dir nur zwei Möglichkeiten: entweder du ärgerst dich weiter über dir Situation oder du änderst dein Haltung und beschließt, die Sache zunächst mal als deine Realität zu akzeptieren und dich nicht mehr zu ärgern. Noch besser ist es, die Situation fortan zu lieben.
Wenn du mich fragst, welche Möglichkeit ich wählen würde: Sicherlich die, die die größere Entspannung verspricht – also die zweite – denn mal ehrlich: Würdest du dich freiwillig ärgern?

 

„Aber ich ärgere mich doch nicht freiwillig!“

… höre ich dich sagen?

Oh doch, das tun wir! Wir haben jederzeit die Entscheidung darüber, wie wir eine Sache bewerten und damit auch Einfluss auf unsere Emotionen und Gefühle, die mit eben dieser Bewertung zusammenhängen, ja die aus ihr erst entstehen.

Die Akzeptanz einer Situation ist die Vorstufe dazu, die Situation zu lieben. Wenn wir die Wirklichkeit zunächst einmal annehmen – ohne sie zu bewerten, dann ist schon eine Menge getan. Ich spreche hier gerne davon nur zu beobachten – wahrzunehmen – ohne etwas verändern zu wollen.

Wenn es dir gelingt, die Wirklichkeit als gegeben hinzunehmen, dann kannst du sogar ein bißchen damit spielen. Du kannst der Situation einen lustigen Hut verpassen oder deiner Lebensmittelunverträglichkeit einen Kultstatus verleihen.

Etwas mit Kultstatus zieht zwar auch die Aufmerksamkeit der anderen auf sich, allerdings geht es uns doch mit dieser Form der Aufmerksamkeit ganz anders, denn es ist Aufmerksamkeit im positiven Sinne.

Du kannst zum Beispiel dann mit deinen Freunden gemeinsam über dein Problem lachen und misst diesem dadurch viel weniger Bedeutung zu. Haben wir nicht alle einen kleinen Spleen?

Wenn du glaubst, du hättest keinen, dann versuch dich nicht mehr so furchtbar ernst zu nehmen und erschaffe dir einfach einen. Das erhöht deine Fehlertoleranz bei dir selbst und es fällt leichter dich zu akzeptieren. Obendrein – glaube mir – macht es dich bei anderen Menschen unglaublich sympathisch 😉

 

Gleiches zieht immer Gleiches an

Gleichzeitig spielt es eine große Rolle, was wir für wahr halten. Denn unsere Überzeugungen, unsere tiefsten Überzeugungen darüber, wie das Leben ist, haben nur ein Ziel: Sie suchen nach der Bestätigung im Außen.

Warum das so ist, das lehrt uns das Prinzip der Resonanz, welches besagt, das Gleiches immer Gleiches anzieht.

Resonanz beeinflusst die Wahrhnehmung

So wie eine Gitarrensaite in Schwingung gerät, wenn ein Ton in der gleichen Tonlage erklingt, so sind auch wir über die Schwingung mit dem, was uns im Außen begegnet, verbunden.

Denkst du zum Beispiel, dass eine Veränderung der Ernährung schwer ist, so erschaffst du in deinem Kopf einen Filter mit dem Namen „Veränderung ist anstrengend“ oder „Veränderung ist kompliziert“. Folglich wirst du jede Form der Veränderung auch so erleben.

Gedanken über bestimmte Lebensmittel wie beispielsweise der Gedanke „Schokolade macht dick“ sind sozusagen der Intercity der Schokolade auf deine Hüften – ich kann es dir sagen 🙂

Deswegen möchte ich dich heute zu einer Übung einladen, die dir hilft zu entdecken, die deine Wahrnehmung der Wirklichkeit ganz massiv verändern kann.

 

 

Bildquellen: fotolia.com by lassedesignen und hitdelight
Swantje Gebauer

About the Author

Swantje Gebauer

Swantje Gebauer ist Kinesiologin und Gründerin der Akademie für inneren & äußeren Wandel. Sie hilft dir blockierende Glaubenssätze zu lösen und den Muskeltest bei dir selbst anzuwenden, damit du die Antworten deines Körpers noch besser wahrnehmen kannst.

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