Warum das Wünschen so viel Kraft hat und wie du es richtig einsetzt

Wünsche haben sehr viel Kraft. Warum ist das so?

Wünsche sind ein Wegweiser für dein Motiv

Die wohl wichtigste Erklärung für die Kraft des Wünschens ist, dass deine Wünsche unmittelbar aus deinem „Warum“ hervorgehen und damit ein wichtiger Wegweiser für dein Motiv und damit auch dein bester Motivationstrainer sind.

Wünsche entstehen aus unseren Gedanken. Oftmals sind sie positiv motiviert und entfalten so auch positive Wirkungen.

Je stärker unsere Wünsche sind, desto kraftvoller werden unsere Gedanken.
Entstehen unsere Wünsche aber aus einem Gefühl von Neid, Verlangen oder einer Gier, so sind sie negativ motiviert und werden, wenn sie sich verwirklichen, problematische Folgen nach sich ziehen.

Grund hierfür ist das Gesetz der Resonanz. Es sorgt dafür, dass die Energie zu uns zurückkehrt, die wir aussenden. Aber dazu später mehr.

 

Wünsche verbinden dich mit der Zukunft und erzeugen einen Sog

Wünsche: Dein Leitstern

Positiv motivierte Wünsche helfen dir, mit einer besseren Zukunft in Kontakt zu treten, sie zu spüren und dich zu ihr hingezogen zu fühlen.

Dieser Sog, der da entsteht, ist unglaublich hilfreich für die Erfüllung deiner Wünsche und das Erreichen deiner Ziele.
Dabei kann die Vorstellung der Zukunft sehr wohl ganz konkret sein. Wenn du dir deine Wünsche vor Augen führst, dann verbinden sich dein Geist und deine Gedanken direkt mit Bildern und konkreten Gefühlen.

 

Wünsche spenden Kraft

Wünsche helfen dir dich auf das auszurichten, was du in deinem Leben verwirklichen möchtest. Insofern spenden Wünsche dir auch Kraft in Zeiten, in denen deine Situationen gerade unangenehm oder anstrengend sind.

Vielleicht hast du schon einmal vom Gesetz der Resonanz gehört. Dieses Gesetz besagt, dass wir all das in unser Leben ziehen, mit dem wir uns intensiv in unseren Gedanken und Wünschen befassen.

Dieses Schöpfungsgesetz verdeutlicht uns, was viele von uns schon intuitiv wissen bzw. in ihrem Leben erfahren haben. Nämlich, dass Gedanken eine Wirkung haben und somit auch Wunschgedanken.

Das ist schon vielfach belegt worden und soll hier auch nicht näher diskutiert werden. Worauf ich aber eingehen möchte, ist die Wirkungsweise dieses Gesetzes und wie du es dir für Veränderung zu Nutze machen kannst.

 

Achtung: Stolperfalle „Omnipotenz“

Worauf ich an dieser Stelle jedoch unbedingt auch hinweisen möchte, ist der Missbrauch, der mit der Verbreitung und Vermittlung dieses Gesetzes betrieben wird. Es gibt tatsächlich einige Strömungen, die dir weismachen wollen, dass du alles erreichen und alles haben kannst, wenn du es dir nur richtig wünschst.

Wenn du dir einen Gefallen tun möchtest, dann schenke diesen Strömungen keine Aufmerksamkeit und lass dich nicht verlocken, in die „Alles ist möglich-Falle“ (die ich auch Omnipotenzfalle nenne) zu tappen.

Warum warne ich dich davor? Nun, ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit dem Wünschen viel, ja wirklich seeehr viel, erreichen können. Kommen wir jedoch in einen Bereich, in dem unser Streben nach Macht, Einfluss oder Besitz massiv angeheizt wird, so wird unser Ego aktiviert.

 

Was meine ich mit Ego und ist Ego denn etwas Schlechtes?

Mit Ego meine ich den Teil in uns, der sich als getrennt von ALLEM wahrnimmt. Auch wenn es augenscheinlich der Wahrheit entspricht, dass wir voneinander getrennte Individuen sind – so ist dies gleichzeitig auch eine der gefährlichsten Unwahrheiten.

Es konnte sogar schon wissenschaftlich vielfach belegt werden, dass alles miteinander verbunden ist – doch diese Belege will ich hier garnicht alle in epischer Breite anführen. Das ist Wissen, was du nachlesen und dir selbst aneignen kannst, wenn du Interesse an den Wissenschaften hast.

Worum es mir hier geht ist, dass du erkennst, dass Coaches, Filme, Seminar- und Buchanbieter mit ihren Aussagen wie zum Beispiel „Du kannst alles bekommen, was du willst“ oder „Du kannst alles erreichen“ indirekt vermitteln, dass dir zur Vollkommenheit noch etwas fehlt.

Diese Ansätze bestätigen zwar einerseits unsere Schöpferkraft, verneinen aber im gleichen Moment unser wahres Sein, unsere Einmaligkeit, unser Potential und unsere Vollkommenheit, indem sie uns dazu auffordern, allmächtig sein zu wollen. Kannst du nachvollziehen, was ich meine?

Auf diese Weise wird den Menschen ganz geschickt glaubhaft gemacht, dass sie etwas erreichen oder bekommen wollen (… sollen?!?). Und wenn sie es dann erreicht haben, wird ihnen suggeriert, dass sie sich unglaublich gut fühlen, quasi vollkommen und mit allem verbunden.

Geht dann aber etwas schief – ganz egal, ob du nun dazu beigetragen hast oder nicht (oder nicht offensichtlich) und du bekommst einfach nicht, was du dir sehnlichst wünschst, dann kannst du aus dem Scheitern ja nur den Schluss ziehen, dass es deine „Schuld“ war und du (noch) nicht gut genug bist .

Ich halte das für sehr kritisch, weil mit diesen Strömungen das derzeit echt schädliche Schuldkonzept unserer Gesellschaft gespeist wird. Dabei sollten wir es dringend ablegen.

Damit wir uns ganz richtig verstehen: Ich sage nicht, dass du kein Potential zur Schöpfung besitzt. Nur solltest du dir bewusst sein, dass auch du nur ein Teil der Schöpfung bist. Sei achtsam, wenn der Teil in dir angesprochen wird, der sich gerne selbst als Gott aufspielen will- den wir vielleicht auch Ego nennen können.

„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“
(Heraklit)

In der ursprünglichen Lehre der Schöpfungsprinzipien – der Hermetik – wird vermittelt, dass alles wandelbar oder veränderbar ist und das Wandlung die Natur der Dinge ist. Nichts bleibt so, wie es ist. Doch ist dies etwas ganz anderes, als die Aussage, alles bekommen oder alles erreichen zu können.

Ein einfaches Beispiel zeigt, dass hier etwas nicht stimmen kann: Würden wir behaupten, dass wir alles erreichen können, was wir uns wünschen, dann wäre das, als würde Pipi Langstrumpf behaupten, sie wäre Astrid Lindgren. Doch wissen wir alle, dass dies nicht der Fall ist.

Pippi Langstrumpf ist eine Figur von zahllosen Figuren, die durch den genialen Geist von Astrid Lindgren geschaffen wurden. Sie ist nicht Astrid Lindgren und kann es auch niemals werden.
Wir wissen, dass wir nicht zu dem werden können, der uns erschaffen hat. Oder haben wir das etwa vergessen?

Wenn man die Angebote im Bereich Spiritualität und Esoterik so ansieht, könnte man meinen, wir haben das vergessen.

So wie wir – aus Sicht der Schöpfungsprinzipien – eine geistige Schöpfung Gottes sind, so haben auch wir die Fähigkeit, durch unseren Geist zu schöpfen und zu erschaffen. Insofern sind wir Schöpfer und gottgleich – doch macht uns das nicht zu Gott.

Bitte verzeih mir diesen langen Exkurs in die Tiefen der Spiritualität. Aber ich finde es wirklich wichtig, hier einen klaren Standpunkt zu beziehen!

Denn auch wenn diese Richtungen sehr wohl die Existenz von Gott annehmen, führen sie dich indirekt mehr und mehr in die Trennung von Gott und allem was ist. Und das ist das Letzte, was unsere Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt nach meiner Auffassung braucht.

Damit wir uns richtig verstehen: Du kannst das Wünschen wunderbar einsetzen als Inspiration und Kraftspender, der dir hilft deinem Leben eine neue Richtung zu geben. So auch bei deiner Ernährung und du wirst auch deine Ziele leichter erreichen, wenn du dir deiner Wünsche bewusst bist.

Puh, den Bogen musste ich jetzt aber wirklich langsam kriegen und ich freue mich, dass du noch hier bist und immer noch aufmerksam liest 🙂

Denn jetzt komme ich zu meinem nächsten Handlungsschritt, der dir wieder einen praktischen Nutzen für deine Ernährung bringen soll.

 

Swantje Gebauer

About the Author

Swantje Gebauer

Swantje Gebauer ist Kinesiologin und Gründerin der Akademie für inneren & äußeren Wandel. Sie hilft dir blockierende Glaubenssätze zu lösen und den Muskeltest bei dir selbst anzuwenden, damit du die Antworten deines Körpers noch besser wahrnehmen kannst.

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