Warum positives Denken dich in der neuen Zeit nicht mehr nach vorne bringt

Erinnerst du dich noch an deine Fahrprüfung?

Also ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, zumal ich aufgrund meines Leistungssportes meine Fahrprüfung schon mit 17 Jahren ablegen durfte.

Und ich erinnere mich wie heute daran.

Was hatte ich nur vorher für Strapazen auf mich genommen, um ein Jahr eher alleine zu meinem Training fahren zu können.

Sogar einen Psychotest in Flensburg musste ich machen, wo ich neben lauter Männern, die wegen Alkohol ihren Führerschein verloren hatten, intelligenztestgleiche Aufgaben unter Zeitdruck erledigen musste.

Mindestens 50 Menschen in einem großen Raum, auf einer Leinwand abstrakte Formen nach Sudoku-Art und ein Nachbar, der ständig bei mir spickte, mich flüsternd nach meinen Ergebnissen fragte und sich dabei noch unangenehm dicht zu mir herüber lehnte und mich anhauchte, dass mir klar wurde:

Der muss den Test auf jeden Fall nochmal machen!

Das hatte ich ja nun erfolgreich hinter mich gebracht. Nur die Prüfung stand nun noch bevor.

Und der Prüfer hinten im Auto? Der schien die Ruhe weg zu haben, während mir ein Gedanke nach dem anderen durch den Kopf raste.

So viel, woran zu denken war. Kuppeln, Schalten, Fuß von der Bremse, Gas geben. Habe ich an rechts vor links gedacht?

Oh je! War das ein Stress… Mein Kopf regelrecht überlastet, so dass ich im Anschluss an die Fahrprüfung (die ich glücklicherweise bestanden hatte, obwohl ich ein Stoppschild fast überfahren hätte :-O musste ich mich erstmal hinlegen und eine Runde schlafen.

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Warum ich dir diese Geschichte erzähle, fragst du dich?

Vielleicht magst du jetzt denken, dass ich die Prüfung bestanden habe, weil ich positiv gedacht habe. Weit gefehlt, denn das Konzept „Positives Denken“ war mir zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben gänzlich unbekannt.

Und trotzdem habe ich bestanden!

Wie das?

Und warum behaupten alle, dass du deine Realität durch deine Gedanken selbst erschaffst? Dann war das (!) definitiv nicht meine Realität 😉

Ich fand sie trotzdem cool. Die Realität und natürlich die Fahrerlaubnis mit 17! Die einzige im Jahrgang abgesehen von den Sitzenbleibern, die schon den Führerschein hatte.

Ich hatte also keinesfalls positiv gedacht und trotzdem die Prüfung bestanden.

Wie kann das angehen, wo alle Welt den ganz Großen des positiven Denkens Glauben schenkt. So sehr, dass ich mich gerade sogar frage, ob positives Denken mittlerweile zu einem Eigennamen avanciert ist und du wie „Frohes Neues Jahr“ auch das Positiv vor dem Denken groß schreiben musst…

Und auch wenn es genügend Beispiele gibt, die gegen die Wirkung von positivem Denken sprechen, wie zum Beispiel sogar handfeste wissenschaftliche Studien (Danke Tim 🙂 für diesen guten Blogbeitrag!): Pierre Franckh, Rhonda Byrne, Charles Hanel, Esther Hicks und wie sie alle heißen sprechen weiter darüber.

Ja, ich gebe zu, vielem von dem, was diese Menschen sagen, pflichte ich bei. So halte ich es auch wie Peter aus Uruguay, der nicht mehr länger bereit ist, negative Nachrichten in den sozialen Netzwerken zu teilen.

Und du hörst es dir zum x-ten Mal an, das positives Denken erschaffend ist, korrigierst ständig dein Gedanken und deine Worte, nur weil es mit dem Parkplatzwünschen auch schon mal geklappt hat?

Feilst an den ultimativ positiven Formulierungen wie die Menschen in den Kommentaren unter diesem schönen Blogbeitrag von Jorma?

Nur nicht „nicht“ sagen, weil das dein Unterbewusstsein das versteht. Und ja das Wörtchen „aber“ meiden?

Ja! Es ist gut, zu wissen, welche Regeln man beim positiven Denken beachten sollte und deshalb habe ich sie dir auch hier in diesem Blogbeitrag „Warum der Weg keine Rolle spielt“ einmal aufgeführt.

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Positives Denken ist der Weg zur Manifestation deiner Wünsche…

…und trotzdem hast du dir nie die Frage gestellt, warum wir unsere Wünsche auch erreichen, wenn wir nicht positiv denken?

Doch so langsam wachst du auf und merkst, dass da etwas nicht stimmen kann. Fragst dich, ob wir uns alle komplett in die Irre haben führen lassen?

Die Geschichte mit der Fahrprüfung habe ich dir tatsächlich nicht erzählt, weil ich dir damit sagen wollte, das man seine Ziele auch mit negativen Gedanken erreichen kann.

Nein. Ich habe sie dir erzählt, weil sie etwas mit bewusster Kompetenz zu tun hat. Genau!

Bewusste Kompetenz.

So nennen wir es, wenn wir etwas neues Erlernen.
In der chinesischen Lehre nennt man dieses spirituelle Entwicklungsstadium das Yang. Das ist nicht nur die Phase, wo du dir deiner Inkompetenz bewusst wirst und sie in bewusste Kompetenz wandelst.

Das ist auch die Phase, wo du für alles, was du nicht sehen kannst einen Beweis brauchst und noch nicht erkannt hast, dass es eine Wechselwirkung zwischen dir und deinen Erlebnissen gibt.

 

Doch die Einheit des Universums hat zwei Aspekte

Man könnte sie als duale, als polare oder sogar als kontroverse Kräfte bezeichnen. Das eine ist die Energie des Yang (männlich). Wie eben schon erklärt. Das Männliche – das Yang – dehnt sich in alles hinein aus. Und das Yin?

Das Yin ist der weibliche Aspekt und der zieht sich zu Nichts zusammen.

Yin und Yang verändern die Polarität unserer Lebensenergie. Sind sie im Gleichgewicht, dann spricht man im Tai-Chi von der Einheit oder vom Tao, einem harmonischen Zustand.

Genau, du hast richtig gehört. Es gibt noch einen dritten Aspekt. Das Tao. Doch dazu später.

Nur soviel vielleicht noch: Yin, Yang und Tao werden eben auch als drei Bewusstseinsebenen beschrieben. Die Entwicklung führt vom Yang über das Yin zum Tao.

Wichtig ist, dass du erst einmal begreifst, dass das positive Denken dem Stadium des Yang angehört, wo du für alles einen Beweis brauchst.

Du hast einen Parkplatz gefunden? Dann hast du bestimmt vorher positiv gedacht und bestellt 😉

Du hast ein schwieriges Bewerbungsgespräch erfolgreich gemeistert? Dann lag es bestimmt an der guten Laune der Firmenchefs, weil die Sonne nach über drei Wochen Schneematsch so schön auf die Baumwipfel schien und alles weiß glitzerte.

Ursache und Wirkung halt.

Doch was ist die Ursache der Ursachen?

Diese Frage stellst du dir unweigerlich, wenn du dich weiter entwickelst. Und schon bist du in der Phase des Yin! Dort, wo deine bewusste Kompetenz schon lange zur unbewussten Kompetenz geworden ist.

Um in dem Beispiel des Fahranfängers zu bleiben: Du hast diese Phase erreicht, wenn du nicht mehr über deine Handlungen nachdenken musst, sondern einfach Auto fährst und nebenbei über etwas anderes nachdenken kannst. Du bist dann unbewusst kompetent.

 

Es fällt dir leicht, positiv zu denken

Während du in der Phase des Yang Zufälle noch als Schicksal betrachtest und nicht als Ergebnis eigener Handlungen, bist du beim Yin jetzt schon ein bißchen weiter.

Hier erkennst du, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Ich/ dem Inneren und der Außenwelt gibt. Du glaubst an deinen Einfluss, hast aber noch einige Zweifel. Vor allem, weil es immer wieder mal Situationen gibt, bei denen du eben stutzig wirst. So wie ich, wenn ich über meine bestandene Fahrprüfung so nachdenke.

Doch zum Überwinden oder Beseitigen deines Zweifels reicht es dir vollkommen aus, wenn dein Gefühl mit dem übereinstimmt, was du denkst.

Du brauchst keine Beweise mehr, wie die Menschen, die noch im Yang sind.

 

Schön und gut, dir reicht also dein Gefühl!

Doch wie kannst du nun deine Ziele erreichen, wenn du fühlst, dass positives Denken allein dich nicht weiter bringt? Wenn du spürst, dass deine positiven Gedanken irgendwie allein da stehen und sich verloren anfühlen? Es sich irgendwie mechanisch anfühlt, Affirmation für Affirmation durchzugehen?

Wenn dir so langsam klar wird, dass du mit positivem Denken die Rechnung ohne den Wirt gemacht hast?positives-Denken-05

Und gerade das passiert nicht nur dir allein. Die Lügen und unvollständigen Wahrheiten kommen jetzt ans Tageslicht und die Menschen merken, dass positives Denken nicht der Wahrheit letzter Schluss sein kann.

Ok, zugegeben, du fühlst dich besser damit. Vielleicht. Oder vielleicht auch nicht, wenn du dir in deinen Gedanken immer wieder etwas vorsprichst, was sich irgendwie nicht wahr und nicht richtig anfühlt. Was dann?

Und an diesem Punkt stehen wir gerade in unserer Gesellschaft! Wir wachen endlich auf und merken, dass positives Denken allein nicht glücklich macht.

 

Positives Denken beherrschen die meisten schon ganz gut.

Doch nach der Pflicht kommt bekanntlich die Kür…

Und während einige noch immer mit dem Führen des Wagens beschäftigt sind und sich darüber ärgern, dass sie ständig im Sand stecken bleiben, steigen andere schon auf den Geländewagen um und sausen davon, dass die Staubwolke nur so auf der Haut prickelt.

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Wie haben die das denn gemacht, willst du wissen? Wie kommt es, dass die ihre Ziele erreichen und ich nicht? Wo ich doch so positiv gedacht habe? Aber vielleicht drängst du diesen Gedanken ja dann auch noch weg und sagst dir einfach weiterhin:

„Immer schön positiv bleiben…!“

Doch wenn sich die Umstände verändern, dann müssen wir auch unsere Strategien anpassen.
Dann heißt es nicht nur „Lenken“ oder Lenkungsziel (wie es bei den russischen Heilweisen nach Gregori Grabovoi) sondern es stellt sich vielmehr die Frage, was du da eigentlich lenkst.

Weißt du es?

Du merkst, dass positives Denken nur ein Ausschnitt, ein kleiner Teilaspekt eines großen Ganzen ist?
Und dass es nur funktioniert, wenn positives Denken und das große Ganze im Einklang sind?
Doch was ist dieses große Ganze und wie findest du Zugang dazu?

positives-Denken-03Wie kommst auch du in die unterbewusste Meisterschaft und Mühelosigkeit beim Erreichen deiner Ziele?

Wie kommst auch du ins Schöpferdasein oder mit einem Wort, wie kommst auch du in die große Dimension des …

… Tao?

In die vollkommene Kongruenz mit den eigenen Überzeugungen?
In die innere Haltung:

„Real ist nur das Jetzt. Die Vergangenheit ist nur Erinnerung und die Zukunft nur Erwartung.“

Buche mein Gratis-Webinar „Werde Schöpfer deines Lebens!“ und erfahre, wie dir dieser vielleicht größte Schritt in deinem Leben gelingen kann.

One-Way war gestern! Im Webinar erkläre ich dir, warum das „Ich-denke-also-bin-ich-Prinzip“ nicht mehr funktioniert, was du tun kannst, um die Schöpferebene in dein Leben mit einzubeziehen. Damit es viel eher heißen kann:

„Ich bin, also denke ich!“

Erlerne, wie dich positives Denken sich wirklich weiterbringt, wenn du es mit der Schöpferebene kombinierst!

Ich freue mich auf dich!

Herzlichst, deine

Unterschrift

 

 

 

PS: Die Webinaraufzeichnung gibt es unter diesem Artikel.

Swantje Gebauer

About the Author

Swantje Gebauer

Swantje Gebauer ist Kinesiologin und Gründerin der Akademie für inneren & äußeren Wandel. Sie hilft dir blockierende Glaubenssätze zu lösen und den Muskeltest bei dir selbst anzuwenden, damit du die Antworten deines Körpers noch besser wahrnehmen kannst.

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