7 Gründe, warum du trotz Affirmationen nicht erfolgreich bist

„Verdammt! Es funktioniert schon wieder nicht!“

Nun hast du schon drei Wochen lang täglich dreimal deine positiven Affirmationen gesprochen, so wie du es im Selbsthilfebuch gelesen hast. Doch nichts passiert!

Kein Gramm abgenommen.

Im Gegenteil: Du hast sogar noch einiges an Gewicht zugelegt.

Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. Und damit sollen die Reichen und Schönen überhaupt erst reich und schön geworden sein?

Da muss doch eine dicke Portion Lug und Trug bei sein.

Tröste dich: Mit diesen Gedanken bist du nicht allein.

Ich kenne viele, die aufgrund eines Buches oder Filmes mit den Affirmationen begonnen haben und damit Erfolg hatten. Und ich kenne viele, vielleicht sogar mindestens genauso viele, bei denen genau diese Strategie nicht funktioniert hat.

Worin besteht der Unterschied? Der Unterschied zwischen der ersten Gruppe Menschen und der zweiten Gruppe Menschen?

Bist du einfach nur zu dumm? Oder funktioniert das Gesetz der Anziehung eben nur bei  den anderen aber nicht bei dir? Oder hast du einfach nicht das richtige Durchhaltevermögen von 30-90 Tagen täglich mehrfacher Wiederholung, wie Ralf Senftleben für deinen Erfolg anrät?

In diesem Beitrag  gebe ich dir ein paar Hinweise, woran es liegen kann, dass die Sache mit den positiven Affirmationen bei dir nicht funktioniert oder warum sie bei dir nicht immer funktioniert.

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#1 Du hast deine Affirmationen falsch formuliert

Sicherlich hast du schon einmal etwas davon gehört, dass Affirmationen positiv  formuliert sein sollten, denn es handelt sich um Suggestionen, mit denen du deinem Unterbewusstsein einredest etwas schon zu haben oder zu sein, was du dir eigentlich noch wünschst.

Es gibt zahlreiche Ratgeber für die richtige Formulierung. Das Wichtigste zur Formulierung habe ich dir am Ende dieses Artikels hier zusammengefasst.

Doch Vorsicht: Wer sich sklavisch an die Regeln hält, die am Anfang sicherlich eine gute Orientierung darstellen, der wird merken, dass die Angelegenheit dabei irgendwie mechanisch wird.

Zumindest besteht die Gefahr.

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Achte also  auf dein individuelles Gefühl bei der Formulierung und darauf, dass du wirklich deine Sprache verwendest.

Während der eine sagen würde: „Ich verdiene es glücklich zu sein!“ würde der andere eher sagen: „Ich bin jetzt so etwas von dran!“

Verbiege dich nicht für die richtige Formulierung und bleib du selbst. Nutze die Formulierungshinweise als grobes Gerüst. Damit deine Formulierung kein „falsches Lippenbekenntnis“ wird! 😉

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#2 Du entwickelst deine Affirmationen aus deinem Verstand heraus

Nimmst du dir bestimmte Ziele in deinem Leben vor, die nicht mit deiner Seele und deinem Seelenplan übereinstimmen, dann kann es sehr schwer werden diese zu erreichen.

Ja sogar unmöglich!

Denn unsere Seele ist der Komponist für unser Leben.

Und unser Verstand ist lediglich der Dirigent. Natürlich entscheidet der Dirigent, wie er das Stück spielt und kann seine eigene Färbung, sein eigenes Charisma hineinlegen.

Aber eines kann er nicht: Den Seelenplan umschreiben.

Affirmationen-11Bevor du mit Affirmationen arbeitest, solltest du also deinen Seelenplan checken. Was will durch dich gelebt werden? Wofür bist du hier? Braucht es wirklich ein besseres Gehalt, einen neuen Partner, mehr Harmonie auf deine Arbeitsstelle?

Oder sind genau diese Ecken und Kanten in deinem Leben das, was dich am meisten nach vorne bringt? Was dich in deiner Entwicklung wirklich pusht? 😉

Versuche nicht ein Mozart zu sein, wenn du als  Mendelssohn-Bartholdy auf die Welt gekommen bist.

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#3 Du hast innere Verbote

Weißt du, was Sabotage ist?

„Sabotage ist, wenn du das Gaspedal deines Autos trittst und gleichzeitig die Handbremse ziehst.“

Und genau das tust du, wenn du mit Affirmationen durchstarten willst ohne dazu bereit zu sein, dich selbst zu reflektieren. Niemand ist sich seiner inneren Saboteure wirklich zu 100 % bewusst.

Und wendest du stumpf eine Affirmation aus einer der großen Listen an (die man hier und dort im Internet findet), dann kann das schon mal zu einem Problem werden.

Meist tauchen diese Saboteure eben gerade erst dann auf, wenn du mit Affirmationen beginnst zu arbeiten. Und das ist auch gut so! Denn das ist deine Chance dir deiner Motive klar zu werden. Hier ein paar mögliche Beispiele:

  • Du hast einen (heimlichen Nutzen) von der augenblicklichen Situation.
  • Der Zeitpunkt für deine erwünschte Veränderung ist ungünstig.
  • Es könnte nicht gut für andere sein, wenn sich dein Wunsch erfüllt.
  • Oder es könnte dich gar in Gefahr bringen, wenn sich etwas verändert.

Affirmationen-10Es geht also um den Widerstand in dir, der dich davon abhält deine bewussten Wünsche zu realisieren.

Dein Selbst führt dann zu einer emotionalen Fehlschaltung, wenn du etwas willst, was deinem Selbstbild nicht entspricht. Denn eine Änderung des Selbstbildes kann große Angst auslösen.

Oft sind die Sabotagemechanismen unbewusst, weswegen du hier den  kinesiologischen Muskeltest zum Aufspüren gut nutzen kannst. Mehr über den Muskeltest habe ich dir meiner Artikelserie „Insiderwissen zu Kinesiologie & Muskeltest zusammengestellt. Und erlernen kannst du ihn in meinem dreiteiligen Gratiskurs zum kinesiologischen Muskeltest.

Tu dir aber bitte, bitte einen Gefallen:

Werde dir bevor du mit Affirmationen arbeitest klar über deine Ängste und dein Selbstbild.

Ist es nämlich in Gefahr, dann wirst du mit den Affirmationen gegen eine Wand laufen.

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#4 Deine Vergangenheit macht dir einen Strich durch deine Affirmationen

Affirmationen sind im Grunde genommen nichts anderes als Glaubenssätze. Und Glaubenssätze sind erlernte Überzeugungen aus unserer Kindheit (und wenn dein Konzept dies zulässt: auch aus vergangenen Leben).

Affirmationen-12Glaubenssätze sind durch Erfahrung erlernten Lebensweisheiten. Du hast sie entweder durch ständige Wiederholung erlernt oder in Situationen, die für dein physisches und psychisches Überleben vielleicht sogar ausgesprochen gefährlich waren. Also Situationen, in denen dein Nervensystem einen hohen Erregungszustand hatte.

Zumindest sind das die Glaubenssätze, die uns ein Leben lang tief prägen.

Durch die „Sensation“ (also dein [engl.] Gefühl bei der Prägung) werden diese Glaubenssätze effektiv in deinem Gehirn verkoppelt. Und wirken dort jahrelang oftmals ohne, dass du dir dieser Tatsache bewusst bist, denn du hast sie ja schon so lange.

Je früher du einen Glaubenssatz erworben hast, desto stärker seine Kraft.

Und da denkst du im Ernst, du kannst in 30 Tagen durch dreimaliges Sprechen gegen einen Glaubenssatz ankommen, der bereits seit 35 Jahren beste Arbeit leistet?

Wird wohl schwierig!

Und wie kannst du nun Abhilfe schaffen? Nochmals 35 Jahre ein Mantra vor dich hin sprechen? Und darauf hoffen, dass der Zeitfaktor dich nach vorne bringt?

Das kann es ja wohl nicht sein!

Auch hier gilt wieder: Werde dir deiner unbewussten Glaubenssätze – sozusagen deiner heimlichen blockierenden Affirmationen – bewusst. Finde deinen Zugang zu deinem Unterbewusstsein (meine Methode der Wahl ist hier der Muskeltest)!

Und wenn du den Glaubenssatz dann gefunden hast: Dann mach dich an die Arbeit! 

Krempel deine Ärmel hoch und stelle diesen Glaubenssatz in Frage, was das Zeug hält!

Tatsächlich hilft es enorm, wenn du hier deinen Verstand einsetzt und mit allen logischen Erklärungen aufwartest. Wenn du dir klarmachst, dass heute keine Lebensgefahr mehr besteht, kannst du deine alten Glaubenssätze unwirksam machen.

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#5 Du spürst, glaubst oder fühlst deine Affirmation nicht

Wenn du feststellst, dass du deine Affirmationen nicht spüren, glauben oder fühlen kannst, dann bist du schon einen großen Schritt weiter.

Denn dann weißt du, dass es einfach nicht deine Affirmation ist!

Oder „noch nicht“ deine Affirmation ist.Affirmationen-13

Finde Abstufungen, kleine Schritte, Teilziele für deine Affirmationen, die sich für dich stimmig anfühlen und die du glauben und spüren kannst.

Du kannst erstmal mit Formulierungen arbeiten wie „nach und nach“ oder „Schritt für Schritt“. Aber auch „täglich … mehr“ eignet sich wunderbar, um deine Affirmationen anzupassen.

Das ist alles.

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#6 Das Ziel, was du mit deinen Affirmationen erreichen willst, ist für deine Entwicklung nicht von Bedeutung

Erinnerst dich an Punkt 2 meiner Liste? Gut!

Dann weißt du ja, dass es Dinge gibt, die wir mit unserem Verstand nicht beeinflussen können.

Und jetzzt verrate ich dir das vielleicht bestgehütetste Geheimnis der Esoterik und New-Age-Szene, die nicht möchte, dass du in deine Macht kommst:

Die geistige Ebene – also die Ebene, die im Allgemeinen als die Ebene der Gedanken bezeichnet wird – ist nicht deine Schöpferwerkstatt!

Willst du dich entwickeln, musst du dir einfach Zugang zum großen Schöpferlabor verschaffen: Die Ebene einer Seele.

Der Zutritt zu diesem Schöpferlabor ist gar nicht so versteckt, wie du denkst. Du hast ihn nur vergessen.

Willst du mit deiner Seele kommunizieren? Dann gehe in dein Herz.

Das ist jetzt leichter gesagt als getan, stimmt‘s?

Das dauernde Gerede deines Verstandes macht es dir im Alltag natürlich unglaublich schwer, hier auf den Herz zu hören.

Doch es gibt viele Techniken und Meditationen, mit denen dir das nach ein wenig Übung gelingen kann.

Dein Herz ist der Sitz deiner Seele. Übe dich darin, auf dein Herz zu achten.

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#7 Dein Herzchakra ist verschlossen

Und dieser Punkt knüpft gleich an den vorherigen an, denn mit einem verschlossenen Herzchakra ist es sehr schwierig, Kontakt mit deiner Seele aufzunehmen.

Das Herzchakra ist eines der sieben Hauptenergiezentren in unserem Körper.

Affirmationen-14Genau genommen gibt es acht Energiezentren. Doch das achte Chakra liegt etwas außerhalb deines Körpers und wird deswegen oftmals nicht erwähnt. Es gehört aber zu den Hauptenergiezentren und hat eine wesentliche Funktion. Doch dazu an anderer Stelle mehr.

Das Herzchakra liegt genau in der Mitte der sieben Energiezentren. Es ist auch dein körperliches Zentrum und als Organ betrachtet lebensnotwendig für dich.

Jedes Energiezentrum verbindet dich mit der Energie des Kosmos. Der Energie, die auch Lebensenergie, Chi oder Prana genannt wird. Über die Lebensenergie habe ich an dieser Stelle mehr Informationen für dich.

„Und jedes Energiezentrum hat eine eigene Funktion. Die Funktion des Herzchakras ist es, deinen Zugang zur Seele und zur bedingungslosen Liebe herzustellen.“

Weichst von deinem Plan ab, in der bedingungslosen Liebe zu wachsen (und das ist der Plan eines jeden Menschens), dann wird eben Nix aus deinen Affirmationen. 🙁

Gibst du deine Affirmationen aber mit einem geöffneten Herzchakra in die Welt, eröffnet sich dir eine neue Dimension. Zum Beispiel findet das Leben Wege dich zu unterstützen – auch wenn deine Affirmation zunächst zu keinem Ergebnis führt.

Ich nutze z.B. dafür gerne die Herzchakra-Essenz von den Chakrablütenessenzen von Ravi Roy und Carola Lage-Roy. Diese öffnet sehr schön das Herzchakra, was auch unterstützen dabei wirkt, wenn du die Wirkung homöopathischer Mittel verstärken willst.

Deine Seele spürt, dass du mit ihr gemeinsame Sache machst. Fahre keinen Alleingang und berücksichtige die Komposition!

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#8Hör endlich auf den S(ch…)tuss mit der Wiederholung zu glauben

Affirmationen müssen nicht wiederholt werden.

Affirmationen erfüllen sich dann, wenn du eine klare Entscheidung getroffen hast.

Wenn du keinen #Zweifel mehr daran hast, dass dein Ergebnis eintreten wird.

Und nur dadurch.

Punkt.

Basta!

 

Von Herzen

Unterschrift Swantje

 

 

Swantje Gebauer

About the Author

Swantje Gebauer

Swantje Gebauer ist Kinesiologin und Gründerin der Akademie für inneren & äußeren Wandel. Sie hilft dir blockierende Glaubenssätze zu lösen und den Muskeltest bei dir selbst anzuwenden, damit du die Antworten deines Körpers noch besser wahrnehmen kannst.

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